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Totenschein - Erklärung & Übersicht

 
 

Der Totenschein

Das allererste offizielle Dokument nach einem Todesfall. Er ist der medizinisch-juristische Nachweis, der alle weiteren Schritte einer Bestattung erst möglich macht.

1. Wie bekommt man den Totenschein? (Die Leichenschau)

 

Wenn ein Mensch verstirbt, muss zwingend ein Arzt gerufen werden. Dies kann der Hausarzt, der Notarzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst (116 117) sein.

Der Arzt führt die sogenannte Leichenschau durch. Dabei untersucht er den Körper, um den Tod anhand sicherer Todeszeichen (wie Totenflecken oder Totenstarre) zweifelsfrei festzustellen. Erst danach füllt er das mehrseitige Formular aus und stellt den Totenschein aus.

Ausnahme Einrichtungen

Stirbt jemand im Krankenhaus, Hospiz oder Pflegeheim, wird die Leichenschau in der Regel automatisch von den dort zuständigen diensthabenden Ärzten durchgeführt.

2. Was steht im Totenschein?

Das Formular enthält sensible medizinische sowie rechtliche Daten, die den Tod dokumentieren:

Personalien

Name, Geburtsdatum, Adresse des Verstorbenen sowie der genaue Ort und Zeitpunkt des eingetretenen Todes.

Todesursache

Welche Krankheit oder welcher akute Umstand hat zum Tod geführt (z. B. Herzinfarkt, Lungenentzündung, Tumor).

Todesart

Der Arzt muss den Tod kategorisieren in: Natürlich (Krankheit/Alter), Nicht natürlich (Unfall/Delikt) oder Ungeklärt.

Wichtig bei "Nicht natürlich" oder "Ungeklärt"

Kreuzt der Arzt eine dieser beiden Kategorien an (dazu gehört auch ein simpler Sturz im Pflegeheim!), muss zwingend die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden. Die Leichenschau wird unterbrochen, der Verstorbene wird beschlagnahmt und es wird ggf. eine Obduktion angeordnet. Eine Bestattung ist erst nach offizieller Freigabe der Leiche durch den Staatsanwalt möglich.

3. Wofür braucht man den Totenschein?

Ohne dieses Dokument geht im Bestattungsfall gar nichts. Es ist die zwingende juristische Voraussetzung für alle weiteren Schritte:

Für den Bestatter

Er benötigt den Schein zwingend, um die Überführung des Verstorbenen (z.B. vom Krankenhaus in die Kühlung) legal durchführen zu dürfen.

Für das Standesamt

Der Bestatter reicht den Totenschein beim Standesamt ein. Erst auf dieser Grundlage stellt das Standesamt die offiziellen Sterbeurkunden aus.

Für das Krematorium

Vor einer Einäscherung muss der Schein vorgelegt werden, um durch eine zweite Leichenschau sicherzustellen, dass keine ungeklärte Ursache vorliegt.

4. Wichtige Unterscheidung

Im Alltag werden "Totenschein" und "Sterbeurkunde" oft verwechselt, sie haben jedoch völlig unterschiedliche Funktionen und Aussteller.

Merkmal Der Totenschein Die Sterbeurkunde
Aussteller Der Arzt (Notarzt/Hausarzt) Das Standesamt
Zweck Bestätigt den medizinischen Tod und klärt die Todesursache. Bestätigt den juristischen Tod im Personenstandsregister.
Verbleib Verbleibt bei Gesundheitsämtern und dem Bestatter für Transportfreigaben. Geht an die Angehörigen, um Konten, Verträge und Renten aufzulösen.

5. Kosten für die Leichenschau

Das Ausstellen ist eine ärztliche Leistung. Die Gebühren richten sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und liegen meist zwischen 50 € und 150 € (bei Einsätzen nachts oder an Wochenenden höher). Die Rechnung geht an die Hinterbliebenen und zählt zu den aus dem Nachlass zu zahlenden Bestattungskosten.

6. Was tun bei Fehlern?

Prüfen Sie oder der Bestatter sofort die Daten (insbesondere Schreibweise des Namens und Geburtsdatum). Da der Totenschein die Basis für die Sterbeurkunde ist, können simple Tippfehler später zu massiven Verzögerungen beim Standesamt oder bei der Auszahlung von Lebensversicherungen führen.

 

Wir unterstützen Sie bei Formalitäten

Die Einholung des Totenscheins und die Beantragung der Sterbeurkunden beim Standesamt sind klassische Aufgaben, die Ihnen ein erfahrener Bestatter abnimmt, damit Sie Zeit zum Trauern haben.

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Was zieht man einem Leichnam an?

Die Grundregel: Natürlichkeit und Komfort - Da der Körper nach dem Tod nicht mehr atmet und die Muskeln erschlaffen (oder sich später versteifen), sollte die Kleidung bequem und weit geschnitten sein. Enge Jeans oder steife Anzüge sind schwer anzuziehen und können unnatürlich wirken.
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Wie umgehe ich den Friedhofszwang?

Das Aufbewahren der Urne zu Hause oder das Verstreuen der Asche im eigenen Garten, im Wald oder in einem Fluss ist in Deutschland gesetzlich verboten. Es gibt jedoch legale Wege und Schlupflöcher, wie Verbraucher diesen Zwang umgehen können, um die Asche dennoch in der freien Natur oder zu Hause zu wissen. Der einzige legale Weg führt fast immer über das Ausland. Hier sind die Möglichkeiten, wie der Friedhofszwang legal umgangen wird:
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Kosten FriedWald-Bestattung

Eine Beerdigung im FriedWald ist oft günstiger als eine klassische Friedhofsbestattung, da langfristige Kosten komplett entfallen. Rechnen Sie mit Gesamtkosten zwischen 3.500 € und 8.000 €.
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Was kostet eine komplette Beerdigung im FriedWald?

Eine Beerdigung im FriedWald ist oft günstiger als eine klassische Friedhofsbestattung, da viele langfristige Kosten (Grabstein, Grabpflege) komplett entfallen. Dennoch müssen Verbraucher die Gesamtkosten realistisch kalkulieren, da der reine „Baumplatz" nur ein Teil der Rechnung ist. Für eine komplette Baumbestattung im FriedWald müssen Verbraucher in Deutschland mit Gesamtkosten zwischen 3.500 € und 8.000 € rechnen – je nach gewähltem Baumplatz, Region und Umfang der Trauerfeier.
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Werden dem Leichnam vor der Einäscherung die Kleider abgenommen?

Nein, dem Leichnam werden die Kleider in der Regel nicht abgenommen. Der verstorbene Mensch wird in der Kleidung eingeäschert, die er zum Zeitpunkt der Einsargung trägt.